Wir verzichten auf die „Unterstützung“ von rechten Hetzern!
60.000 SchülerInnen gingen Österreichweit am 24. April auf die Straße um gegen die Streichung der schulautonomen freien Tage und für eine besseres Bildungssystem zu protestieren. FPÖ-Chef Strache behauptete in einer Stellungnahme, er würde „die Forderungen der Schüler voll und ganz unterstützen“.
Wir Salzburger OrganisatorInnen des SchülerInnenstreiks weisen dieser Form demagogischer Anbiederung entschieden zurück. Wir stehen für eine gerechte Schule ohne soziale Selektion. Das bedeutet auch dass wir uns klar gegenüber jede Form von Spaltung in „In-„ und „AusländerInnen“ aussprechen. Wir SchülerInnen lassen uns nicht von der FPÖ-Hetze spalten und schon gar nicht von dahergelaufenen Demagogen á la Strache vereinnahmen. Wir haben den massiven Bildungsraub unter Schwarz-Blau noch nicht vergessen (Stundenkürzungen, Einführung der Studiengebühren, Anhebung des Selbstbehaltes bei Schulbüchern, etc.). Auch wenn die FPÖ jetzt darum bemüht ist sich als „soziale“ Partei darzustellen, die sich angeblich für die Interessen der SchülerInnen einsetzen würde, so ist und bleibt sie eine Partei die für Kürzungen und Bildungsraub verantwortlich ist. Die FPÖ steht für soziale Selektion und Spaltung entlang ethnischer und religiöser Linien. Das lehnen wir prinzipiell ab.
Darum verzichten wir auf die „Solidarisierung“ von Strache und Co.
Gezeichnet (für das SchülerInnenkomitee):
Sabrikna Halkic (LandesschülerInnenvertretung Salzburg)
Dominik Morolz (GPA-DJP-Jugend Salzburg)
Daniel Posch (Sozialistische LinksPartei Salzburg)
Paul Donnerbauer (Aktion Kritischer SchülerInnen Salzburg)
Lukas Lackner (Kommunistische Jugend Salzburg)
