Wir zahlen nicht für eure Krise...Geld für Bildung statt für Banken
Milliarden werden den Banken und Konzernen in den Rachen geworfen. Die Zeche dafür sollen – geht es nach der Regierung – wir alle zahlen. Erstes „Opfer“ sind wir SchülerInnen und LehrerInnen. Die Regierung plant auch im öffentlichen Dienst, im Sozial- und Gesundheitssystem, massive Kürzungen vorzunehmen. Während Banker und GroßaktionärInnen abkassieren, müssen ArbeitnehmerInnen auf Lohn/Gehalt verzichten und werden in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit getrieben. LehrerInnen sollen unbezahlt länger arbeiten - die Krise soll auf den Rücken von uns SchülerInnen ausgetragen werden.
Doch an der Bildung darf nicht gespart werden - denn wir SchülerInnen von heute sind die Gesellschaft von morgen.
Im internationalen Vergleich liegt die Qualität des österreichischen Bildungssystems bereits jetzt weit hinter dem Durchschnitt. Von der österreichischen Politik wird auf Bildung keine Priorität gelegt und ein viel zu geringes Budget zur Verfügung gestellt. Ohne finanzielle Ressourcen ist es schwierig bis unmöglich, langfristige, effektive Reformen durchzuführen.
Für eine sozial gerechte Schule
Wir sagen nein zu einem System, das den Bildungsweg schon bei der Geburt festlegt und mit zehn Jahren endgültig fixiert. Stattdessen wollen wir eine gemeinsame Schule für alle, in der sich jedeR individuell gefördert wird und sich entfalten kann. Daher fordern wir: Geld für die Einführung der gemeinsamen Schule (für alle und nicht als 3. Schultyp), kleinere Klassen und Einstellung von mehr LehrerInnen!
Wir SchülerInnen sind uns bewusst, dass...
- ... weder SchülerInnen noch LehrerInnen Millionen an den Banken verspekuliert haben – deshalb sind wir auch nicht bereit, die Krise zu zahlen
- ... Angriffe auf das Schulsystem vor allem Angriffe gegen uns SchülerInnen sind
- ... überlastete LehrerInnen nicht besser unterrichten
- ... die Maßnahme zur Stundenerhöhung eine reine Geldbeschaffungsmaßnahme der Regierung ist
- ... Einschränkungen im Bildungsbereich erst der Anfang einer Angriffswelle der Regierung im öffentlichen Bereich ist.
- ... zur Verbesserung des Schulssystems mehr LehrerInnen eingestellt und die Klassen verkleinert werden müssen
Millionen streikten in Frankreich, hunderttausende waren in Dublin, London, Paris, Rom, Berlin und Wien auf den Straßen. In Vorarlberg, der Steiermark, Kärnten, Wien und dem Burgenland streikten bereit tausende SchülerInnen gegen Bildungsraub. Setzen wir auch in Salzburg ein starkes Zeichen, dass SchülerInnen nicht bereit sind die Krise des Kapitalismus und das Versagen der Regierung auszubaden!
Wir fordern:
- Eine sozial gerechte Schule!
- Die Rücknahme der Stundenerhöhungen für die LeherInnen
- Ein Ende der sozialen Selektion! Für eine gemeinsamen Schule!
- Offenlegung des Budgets! Wir wollen wissen, wo angeblich nicht genügend Geld vorhanden ist!
- Statt Milliarden für Banken und Konzerne – Erhöhung des Budgets für Bildung, Gesundheit und Soziales!
- Verkleinerung der Klassen und Einstellung von mehr LehrerInnen!
- Wehren wir uns alle gemeinsam! SchülerInnen, LehrerInnen, Lehrlinge, ArbeitnehmerInnen – Gemeinsam gegen Bildungsraub und Kürzungen im Schulsystem. Für die Aufstockung des Bildungsbudgets und eine fortschrittliche Bildungspolitik.
Was ihr an eurer Schule tun könnt:
- Vernetzt euch – Baut Aktionsgruppen für den Streik an eurer Schule auf
- Setzt euch mit uns in Verbindung (siehe unten)! Nur gemeinsam sind wir stark!
- Vernetzt euch mit Aktionsgruppen an anderen Schulen
- Geht durch die Klassen und informiert die anderen SchülerInnen über eure Anliegen und Aktionen
- Sammelt Unterschriften gegen Bildungsraub
- Malt Plakate, Transparente, Schilder, Fahnen, eigene Flyer...
- Vernetzt euch über Facebook, SchülerVZ, SMS,...

