Schmied & Co. sagen: "In Zeiten der Krise müssen wir alle unseren Beitrag leisten". Wir sagen: "Wieso? Ihr habt kassiert - ihr zahlt!"
Wir meinen, dass die Behauptung von Schmied, es wäre einfach nicht genug Geld da, falsch ist.
Wir sehen, wofür Geld da ist:
X 100 Mrd wurden in kürzester Zeit für das Banken-Rettungspaket bereit gestellt (das entspricht 35% der pro Jahr in Österreich geschaffenen Werte).
X 10 Mrd hat Finanzminister Pröll der Wirtschaft versprochen - dh jenen, die Arbeitsplätze vernichten, Menschen in Kurzarbeit schicken und die Löhne reduzieren.
X Im Budget sind fürs Bundesheer über 2 Milliarden Euro vorgesehen. In der Bildung hingegen fehlt das Geld.
X In Minuten hatte Julius Meinl V. 100 Millionen zur Verfügung, um Kaution zu hinterlegen - vorher hatte er Millionen von anderen in den Sand gesetzt.
Vereinfacht gesagt: die Politik tut alles dafür, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Z.B. liegt die Besteuerung von Vermögen in Österreich bei gerade mal 1,26% - für ein Cola zahlst du 20% Steuer. Entsprechend ungleich ist das Vermögen in Österreich verteilt: Die reichsten 0,1% besitzen genauso viel wie die ärmsten 50 %.
Viele Zahlen, die aber eines deutliche machen: Es ist nicht unsere Krise! Wir haben sie nicht verursacht. Wir haben nicht spekuliert, wir haben nicht am Kapitalismus verdient, wir sind nicht reich. Trotzdem wollen sie, dass wir "unseren Beitrag leisten". (Abgesehen davon: Wo ist ihr Beitrag?). Wir sehen das anders: wir meinen, dass Geld ist da, um die Bildung sogar massiv auszubauen, die Klassen zu verkleinern, die Schulgebäude zu renovieren, mehr LehrerInnen anzustellen...
